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Abgabekater Ukki

UkkiEuropäische Hauskatze, männlich/kastriert, geb. ca. März 2018, von Kastrationsaktion übernommen...

 



UkkiUnsere ehemals 10-köpfige Bande stammt von einer unserer Kastrationaktionen. Die Futterstelle musste "verkleinert" werden, da nicht alle Katzen zu einer nötigen neuen Stelle mitumziehen konnten. Glücklicherweise hat die Verpflegerin sich sehr um die Jungtiere bemüht, so dass diese Streicheleinheiten sehr gerne genießen und Menschen zum Teil echt klasse finden.

Umbro und Ukki waren von Anfang an sehr zutrauliche und freundliche Kater. Sie genießen die Regelmäßigkeiten und den geordneten Tagesablauf im Tierheim. Ukki war schon immer ein kleiner Chameur - er hing eine ganze Zeit lang sehr stark an seiner Schwester Unni, die bereits ein neues Zuhause gefunden hat. Mit seinem Bruder Umbro hat er absolut keine Probleme, jedoch schwächere Katzen werden oft von ihm gepiesackt.
Menschen gegenüber ist er recht aufgeschlossen, entscheidet aber selbst, wann er gestreichelt werden will und wann nicht.
Umbro turtelte öfters mal mit seiner Freundin Umay, die bereits ein neues Zuhause gefunden hat, scheint aber allen anderen Katzen gegenüber auch sehr offen zu sein. Er sucht selten Streit und geht Konfrontationen eher aus dem Weg. Menschen findet der hübsche Kater total toll und freut sich immer, wenn Besuch kommt. Beide Kater beanspruchen mittlerweile recht gern ihre Freundin Mädl. Sie scheinen also beide eher kleine Machos zu sein und schätzen die Anwesenheit einer Dame eher als die eines Herren. Da unsere "Familie U" von draußen kommt, denken wir, dass sie auch in Zukunft die Möglichkeit nutzen möchten, Frischluft schnuppern zu dürfen. Da sich alle gut verstehen und die Gegenwart der anderen genießen, wollen sie ihr Leben in Zukunft sicher weiterhin mit Artgenossen teilen, gerne natürlich auch mit ihren Geschwistern.    


Freundschaften im Tierheim - großes Glück oder erschwerte Vermittlung?

Da sitzen sie, unsere drei Katzen Ukki, Umbro und Mädl. Wir fragen uns oft, ob ihre Freundschaft etwas ganz tolles ist, oder ob ihnen das die Vermittlung so gut wie unmöglich macht.
Freundschaften, die über einen gewissen Zeitraum unter unseren Tieren entstehen, sind einfach nur herzerwärmend. Wir sind der Meinung, dass es ihnen das Leben und den Aufenthalt bei uns extrem aufwertet und verschönert. Aber wenn es dann darum geht, diese Tiere zu vermitteln, stellen sich immer wieder dieselben Fragen in unseren Köpfen:
Können wir sie trennen? Wer nimmt sie denn zu dritt? Wie sehr würde einer oder die anderen beiden trauern, wenn man sie trennt? Wie lange müssen sie noch warten?

Wir hadern bei diesen drei Katzen schon sehr lange mit uns. Aus der Erfahrung heraus wissen wir ganz genau, dass es nicht unmöglich ist, dass sie zusammen bleiben dürfen. Dennoch ist es schwer, jemanden zu finden, der gleich drei Katzen aufeinmal adoptieren will, vor allem, wenn es keine quirligen Kitten sind.

Aber mal zurück zum Anfang ...

Ukki und Umbro sitzen nun schon fast zwei Jahre bei uns. Sie kamen mit vielen weiteren Artgenossen von einem Bauernhof. Ihre sehr scheuen Freunde durften nach der Kastration zurück in ihre Freiheit, die zutraulichen durften bei uns auf ein schönes Familienleben hoffen. Einer nach dem anderen durfte ausziehen. Ukki hatte sich einen großen Narren an seiner Freundin Unni gefressen, Umbro war stets an Umays Seite. Wir hofften, sie in diesen Konstellationen vermitteln zu können, doch da die vier sich auch gut untereinander verstanden, zogen Umay und Unni gemeinsam in ein tolles Zuhause.

Ukki und Umbro waren nun also die letzten der "Bauernhofkatzen" - wohlgemerkt die zutraulichsten von allen! Umbro machte in diesem Jahr eine schwere Phase durch und benötigte viele Medikamente. Wir kämpften lange um ihn und sind überglücklich, dass er nun wieder ganz der alte ist. Ukki zeigte ebenfalls Probleme und markierte täglich mehrere Stellen im Zimmer - der Auslöser hierfür waren Oxalatsteine, die wir schon eine Weile behandeln. Die Pinkelei hat aufgehört und auch er ist wieder wie früher.
Die beiden Jungs hängen nicht mehr ganz so doll aneinander, dafür werden sie aber von einer ganz besonderen Katze zusammengehalten: unser Mädl!

Mädl kam vor dreieinhalb Jahren, gemeinsam mit ihrem Bruder Männe, als junge Fundkatze zu uns. Die beiden hatten schon immer panische Angst vor Menschen und jeder Versuch, die beiden anzufassen oder gar sie zu impfen oder ähnliches löste massiven Stress bei ihnen aus. Für Männe war der ganze Tierheimaufenthalt einfach zu viel ... bei ihm brach FIP aus und wir mussten ihn gehen lassen. Nach dem Verlust ihres Bruders verlor Mädl noch mehr an Mut, sich mit uns Menschen abzugeben. Ihr einziger Freund starb und sie fand keinen Draht zu einem anderen Artgenossen. Entweder wurde sie gemobbt, oder sie mobbte die anderen selbst.

Irgendwann ergab sich per Zufall, dass Mädl zu Ukki und Umbro ins Zimmer umgesetzt wurde. Zu Beginn war sie nicht begeistert und wehrte die beiden Jungs mit Fauchen und wegrennen ab - bis es dann irgendwann einmal zwischen ihnen "knallte" und siehe da, ganz plötzlich waren alle Fronten geklärt.

Seitdem sind die drei unzertrennlich. Jeden Tag wird geschmust und gegenseitige Körperpflege betrieben, zusammen gegessen und gespielt. Sie haben schon viele Katzen kommen und gehen sehen, haben sich durch schwere Zeiten geholfen und waren immer füreinander da. Dieses Trio ist einzigartig und jeder einzelne von ihnen trägt eine Geschichte mit sich. Ihre Charaktere sind vielschichtig und sie ergänzen sich wirklich wunderbar.

Alle drei kommen von draußen und möchten sicher auch wieder gemeinsame Streifzüge in einem verkehrsberuhigten Bereich genießen können.

Mädl lässt sich bis heute von Fremden nicht anfassen - sie ist taff und misstrauisch, doch wir wissen, dass sie dies mit viel Liebe und Geduld ablegen wird. Ukki und Umbro sind ruhige Kater, die gerne mal gestreichelt werden, aber auch die Ruhe genießen möchten. Kleine Kinder wären den dreien wohl zu viel Trubel, doch Teenager, die ihre Privatsphäre akzeptieren, fänden sie sicher super.

Wo sind die Menschen, die uns diesen Wunsch erfüllen können? Wir möchten unsere drei nicht mehr trennen, aber wir wollen auch keinen von ihnen unnötig in unserem Tierheim halten und die Chance auf eine tolle Zukunft verderben. Es ist schwer, in einer solchen Situation zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. Wie lange müssen die drei noch auf ihr großes Glück warten? Wer kann dem bitteren Warten ein Ende setzen?


Ukki, Umbro, Maedl






















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