Hundehaltung - der richtige Anfang
Sie haben den neuen Hausgenossen bei sich zu Hause. Wie sollten Sie sich jetzt verhalten?
Machen Sie nicht den Fehler, es zu gut zu meinen, um das "arme" Tier eventuelle schlimme Erlebnisse vergessen zu lassen.
Damit können Sie die Beziehung zu Ihrem Hund von Anfang an in eine fatale Schieflage bringen.
Wenn es bei einem kleinen Hund noch amüsant sein mag wenn er mit seinen Menschen "Schlitten fährt", kann das bei größeren Rassen durchaus ziemlich gefährlich für Sie werden.
Der Hund als Rudeltier braucht um sich wohl zu fühlen einen festen Platz innerhalb der Rangordnung in dem Mensch-Hund-Rudel und einen akzeptablen Rudelchef.
In den ersten Wochen wird der neue Hund Sie beobachten, um die Rangfolge innerhalb der Familie zu erkennen.
Er muß von Anfang an den untersten Platz in der Rangordnung zugewiesen bekommen.
Dazu müssen Sie die nötige Autorität mit aller Konsequenz ausstrahlen - das ist eine rein psychische Sache, körperlich wären Sie einem großen Hund sowieso nicht gewachsen.
Der Hund braucht das, als starker Chef geben Sie ihm die Sicherheit, sich in der fremden Umgebung ohne Angst einleben und auf Sie vertrauen zu können.
Das ist sehr wichtig für das spätere problemlose Zusammenleben.
Durch zwar liebevolle, aber absolut konsequente Behandlung mit klaren Grenzen vom ersten Tag an bildet sich eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen aus, und der Hund wird sich zufrieden in seine Stellung in der Rangordnung einfügen.
Leider lassen viele Menschen ihren neuen Hund zunächst tun, was er will. Sie verunsichern ihn nur damit, denn der Hund braucht eine stabile Führung.
Wenn Ihr Hund keinen "ordentlichen" Chef in Ihrer Familie findet, wird er versuchen, selbst zum Schutz des "Rudels" die Führung zu übernehmen. Das kann sehr unangenehm für das "Menschenrudel" werden.
Probleme entstehen aber häufig auch durch ein Zuviel an Liebe und Zuwendung. Eine zu enge Bindung führt dazu, dass der Hund nicht mehr alleine bleiben will.
Dauerbellen, Winseln, Kot- und Harnabsatz auf dem Teppich und Zerstörung der Wohnungseinrichtung sind oft die Folgen, wenn der Hund, der ständig zuviel Aufmerksamkeit bekommt, mal länger alleine bleiben muß oder keine Beachtung findet.
Das gleiche Verhalten stellt sich allerdings auch ein, wenn der Hund als Welpe schon zuviel alleine gelassen wird.
Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hund zu irgendwas animieren! Sie sind der Führende!
Sie bestimmen, wann gespielt wird; Sie bestimmen, wann geschmust wird; Sie bestimmen die Zeit des Spaziergangs!
Und machen Sie nie den Fehler den Hund zu füttern, bevor Sie sich zu Tisch setzen, wenn er das beobachten kann!
Wenn Sie das beherzigen, werden Sie einen glücklichen, freundlichen Hund ohne Neurosen Ihr eigen nennen, der weder Ihnen noch Ihrer Umgebung zur Last fällt.
««« zur Übersicht15.04.2008
adm
