Katzenhalsband
Katzenhalsbänder - gefährliche Tierquälerei
Die Katze hat einen hervorragenden Tastsinn und ein feines Gehör. Das ständige Gebimmel einer Glocke am Halsband ist eine ähnliche Belastung für sie wie der Tinnitus für einen Menschen.
Außerdem kommt es immer wieder vor, dass eine Katze sich im Gebüsch mit dem Halsband erhängt, oder sie gerät bei Putzen bzw. dem Versuch das lästige Ding loszuwerden, mit einem Bein hinein. Das kann, da sich das Tier aus dieser misslichen Lage nicht selbst befreien kann, zu schwersten Verletzungen führen, die oft tödlich enden.
Mit Sicherheit sind vermisste Katzen, die ein Flohhalsband trugen und nie gefunden wurden, so elend umgekommen wie in diesem Bericht! Diese Katze trug ein Flohband mit Gummizug, die ja angeblich so ungefährlich sind!
Und hier ein Fall aus unserem eigenen Tierheim mit einem Lederhalsband, ebenfalls mit Gummizug...

Oder die Katze Rubea im Tierheim Alsfeld!
Auch vom Tierheim Gütersloh gibt es eine Seite mit Warnhinweisen und erschreckenden Bildern von Verletzungen durch Katzen-Halsbänder.
Vogelschutz
Nicht mal zum Vogelschutz ist ein Halsband mit Glöckchen geeignet, weil dadurch eine sinnvolle Einrichtung der Natur verhindert wird. Sobald eine Katze sich draußen sehen lässt, machen Amseln mit schrillen Warnrufen auf die Gefahr aufmerksam. Das hat zur Folge, dass Jungvögel ganz flach und bewegungslos am Boden verharren. Hat die Katze aber ein Glöckchen am Hals, wird der Vogel durch das unnatürliche Gebimmel aufgeschreckt – und so zu einer sicheren Beute.
Für gesunde flugfähige Vögel hat die Schelle als „wirksames Vogelschutzmittel“ überhaupt keinen Sinn. Die Katze gehört zu den Lauerjägern – und wer schon einmal beobachten konnte, mit welcher Geduld und Ausdauer sie bewegungslos vor einem Mauseloch auf die Maus wartet, kann verstehen, dass sie nur selten Vögel, die sie anschleichen, auch fangen können – ganz einfach, weil der Vogel als Beutetier zu unruhig ist.Bedrohung für die Vogelwelt?
Wer nur ein bisschen von Tieren und Natur versteht, weiß dass die Zukunft der Vögel nicht von den Beutefeinden wie Katzen – oder auch Mardern, Eichhörnchen, Krähen, Elstern und anderen – abhängt, sondern von der Gestaltung des Lebensraums. Wenn die ökologischen Grundvoraussetzungen nicht mehr stimmen, dann kann auch die „Bekämpfung“ der Katzen keinen Schutz für die Vögel bedeuten. Eine Gefahr für die Vogelwelt liegt darin, dass der Mensch Lebensräume und Lebensgrundlagen zerstört. Außerdem landen rund 300 Millionen Zugvögel jährlich auf den Tellern von „Gourmets“ in Frankreich, Italien, Malta und auch in Belgien und Holland. Nähere Infos dazu finden Sie hier beim Komitee gegen den Vogelmord.
Und hier noch die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu vogelfangenden Katzen!
